Forschungszulage und ZIM fördern beide Forschung und Entwicklung, folgen aber einer unterschiedlichen Logik. Die Forschungszulage ist eine steuerliche FuE-Förderung und wird über BSFZ-Bescheinigung sowie Finanzamt abgewickelt. ZIM ist ein klassisches Zuschussprogramm für innovative FuE-Projekte des Mittelstands. Bei der Forschungszulage steht die Frage im Vordergrund, ob ein Vorhaben fachlich als FuE nach dem Forschungszulagengesetz einzuordnen ist. Bei ZIM zählen zusätzlich Innovationshöhe, Marktbezug, Verwertungsplanung, Arbeitsplan und Programmpassung. Die Forschungszulage kann für interne FuE-Projekte attraktiv sein, auch wenn kein klassischer Förderantrag vor Projektstart gestellt wurde. ZIM ist stärker an Bewilligung, Projektlaufzeit, Mittelabruf, Berichte und Verwendungsnachweis gekoppelt. Für Antragsteller ist entscheidend, ob das Projekt eher steuerlich als FuE abgesichert oder als bewilligtes Zuschussprojekt geplant werden soll. In der Praxis können beide Programme sinnvoll sein, sollten aber wegen Kostenabgrenzung, Doppelförderung und Verfahrenslogik sauber getrennt geprüft werden.