Experimentelle Entwicklung ist eine FuE-Kategorie und beschreibt die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen unter technischer Unsicherheit. Routineentwicklung beschreibt normale Entwicklungsarbeit mit bekannten Methoden, überschaubarem Risiko und erwartbarem Ergebnis. Der Unterschied ist für Förderanträge zentral, weil Routineentwicklung meist nicht förderfähig ist. Experimentelle Entwicklung enthält einen systematischen Versuch, ein technisches Problem zu lösen, dessen Lösung zu Beginn nicht sicher bekannt ist. Typische Elemente sind Prototypen, Simulationen, Tests, Iterationen, technische Bewertung und Erkenntnisgewinn. Routineentwicklung umfasst eher Variantenpflege, Anpassung, Standardkonstruktion, Nachbau, Skalierung bekannter Lösungen oder normale Optimierung. Ein Projekt kann beide Anteile enthalten. Dann muss im Antrag sauber abgegrenzt werden, welche Arbeitspakete echte FuE sind und welche nur Umsetzung oder Begleitarbeit darstellen. Für Antragsteller ist die wichtigste Frage: Wo liegt die technische Unsicherheit, die über normales Engineering hinausgeht?