Motorsport-Aerodynamik optimiert meist Rundenzeit, Abtrieb, Aero-Balance, Reifenlast und Robustheit über Fahrzustände. Straßenaerodynamik optimiert meist Verbrauch, Reichweite, Geräusch, Stabilität, Kühlung, Design und gesetzliche Anforderungen. Im Motorsport wird zusätzlicher Luftwiderstand akzeptiert, wenn der gewonnene Abtrieb die Rundenzeit verbessert. Bei Straßenfahrzeugen ist niedriger cW*A-Wert oft wichtiger, weil Energieverbrauch und Reichweite dominieren. Motorsportfahrzeuge reagieren sehr empfindlich auf Ride Height, Nickwinkel, Rollwinkel, Gierwinkel und Reifen-Wake. Straßenfahrzeuge müssen in einem breiten Alltagsfenster mit Seitenwind, Beladung, Regen, Verschmutzung und Fertigungstoleranzen funktionieren. Kühlung spielt in beiden Bereichen eine große Rolle, aber im Motorsport oft unter extremen Lasten und engen Bauraumgrenzen. Beide Disziplinen nutzen CFD, Windkanal und Messdaten, aber die Zielgrößen und Kompromisse sind deutlich unterschiedlich.